WORT DER WOCHE: sich ausgehen

Ich habe mich immer darüber gewundert, was für eine herrlich umständliche Formulierung man in Österreich (und, ich meine, auch in Teilen Süddeutschlands) für „möglich sein“ verwendet.

sich ausgehen

Unica Zürn

Kennt ihr Unica Zürn? Muss man echt nicht! Aber ich finde ihre Gedichte sehr interessant, wie dieses hier, das ausschließlich Anagramme enthält – also das Buchstabenmaterial jeder Zeile ist das gleiche wie das jeder anderen Zeile. Und was dabei herauskommt, ist weit weniger gekünstelt, als man vielleicht vermuten möchte.

Unica Zürn

Hapaxlegomenon

Zum ersten Mal seit Bestehen der Karrektur haben wir Flyer (eigentlich sind es eher Postkarten) drucken lassen. Ob 5.000 zu viel sind? Wir wissen es selbst nicht! Vielleicht verraten wir auch bald, was es mit diesem ominösen textsex.de auf sich hat …

knabenmorgenblütenträume

Auslassungszeichen bei Zitaten

Ich hab’s schon oft gepredigt und ich predige es weiter: In wissenschaftlichen Arbeiten sind bei Zitaten am Anfang und am Ende keine Auslassungszeichen nötig, weil am Anfang und am Ende eines Zitats eigentlich immer etwas ausgelassen wird. Ist doch eigentlich klar, gell? Auslassungszeichen

Der Dritte

Heute überfordere ich euch ein wenig mit Sprachwissen 
Denn mich irritiert schon seit längerem, dass in den Medien und, wie mich dünkt, besonders in der juristischen Sprache häufig vom „Dritten“ die Rede ist, wenn in Wirklichkeit der „Zweite“ bzw. der „Andere“ gemeint ist.

der dritte

Wort der Woche: Knabenmorgenblütenträume

Aus Goethes berühmtem „Prometheus“-Gedicht. Und um den Bogen an unnützem Wissen für heute zu überspannen, sei noch hinzugefügt: Das Wort „Knabenmorgenblütenträume“ ist ein sogenanntes Hapaxlegomenon – ein Wort, das in einem dichterischen Gesamtwerk nur ein einziges Mal vorkommt.

knabenmorgenblütenträume

launisch vs. launig

Verstehe einer mal diese Sprache …

(Übrigens wird das Adjektiv „launig“ selten auf Menschen bezogen, sondern häufig auf Erzeugnisse der Kunst und der Kulturindustrie; „eine launige Liebeskomödie“ etc. pp.)

launig

Wort der Woche: Leipogramm

Der französische Schriftsteller Georges Perec hat es fertiggebracht, ein über 250-seitiges Leipogramm zu verfassen, nämlich den Roman „La Disparition“, in welchem der Buchstabe „e“ kein einziges Mal vorkommt.

Und als wäre das noch nicht genug – es ist auch tatsächlich einer auf die Idee gekommen, das Ganze ins Deutsche zu übersetzen. Wer sich von der virtuosen Gestelztheit dieses Unterfangens ein Bild machen möchte, werfe auf Amazon einen Blick in das Buch „Anton Voyls Fortgang“.

PS: Der Gattungsbegriff für einen solchen Roman lautet „potenzielle Literatur“.

leipogramm