Was ist eigentlich die Postmoderne? 

Schwierige Frage.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich an der Universität des Saarlandes darüber doziert und so getan, als wüsste ich es. Sagen wir mal so: Ich weiß, dass es gut und notwendig ist, dass es diesen Begriff gibt, dass es Phänomene gibt, die nach ihm verlangen. Ich weiß aber auch, dass „Postmoderne“ ein rhetorisches Blähwort ist, das für den größten Mumpitz herhalten muss, wie zum Beispiel für belanglose Drogen-Geschichten von naseweisen Berliner Jungautorinnen, die irgendwelche Blog-Texte plagiieren und daraus dann eine herrlich subversive intertextuelle Tour de Force (oder so ähnlich – um mal den Ton der Klappentextmacher nachzuäffen) inszenieren.

Wer klug ist, hat es bekanntlich nicht nötig zu protzen. So auch Umberto Eco, der mit „Der Name der Rose“ ganz bewusst einen durch und durch postmodernen Roman geschrieben und – was selten für Schriftsteller ist – sogar noch so nett war, in der „Nachschrift zum Namen zur Rose“ sehr anschaulich zu erklären, wie denn die vielgepriesene Postmodernität seines Buches zu verstehen ist. Daraus stammt auch dieses Zitat – für mich nach wie vor die beste Definition von „postmodern“.

 

Umberto Eco

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