Jenes und Dieses

Wenn man sich in einem Satz auf zwei Elemente bezieht, die im Satz davor schon genannt wurden, aber wenn man diese beiden Elemente nicht noch einmal explizit erwähnen will, schreibt man oft:

Ersteres … Letzteres

Das ist nun nicht gerade die Jacobs-Krönung guten Stils (um mal eine kleine Verbeugung in Richtung eines wundervollen Kiffer-Films der Nuller-Jahre zu machen).

Ich selbst bin ja ein großer Fan der „Jenes … diese“-Schreibweise, die etwa Goethe in diesem netten kleinen Gedicht aus dem West-östlichen Divan verwendet:

Jenes [Erstgenanntes] … dieses [Letztgenanntes]

Aber, Achtung, diese Form könnte unter Umständen als zu „literarisch“ aufgefasst werden. Ob sie auch beispielsweise in BWL- oder Verwaltungsrecht-Abschlussarbeiten ihren Platz hat, traue ich mich nicht zu beurteilen. Vielleicht mal einen „Stilpapst“ fragen. Wolf  Schneider? Bastian Sick?

Atemholen

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